Zum Inhalt springen

Ehrenamtspreis NRW: Mondritterschaft Wanne-Eickel mit Schwimmprojekt nominiert

„Das Projekt Seepferdchen für alle stärkt die Schwimmsicherheit von Kindern und braucht jetzt Stimmen“

Die SonntagsNachrichten berichten:

„Herne/Köln/Wanne-Eickel. Die Mondritterschaft Wanne-Eickel e. V. aus Herne ist mit ihrem Projekt „Seepferdchen für alle Grundschüler“ für den VEZ Ehrenamtspreis NRW 2026 nominiert und nimmt zugleich am öffentlichen Voting um den Publikumspreis teil. Nach den der Redaktion vorliegenden Projektangaben ist das Vorhaben inzwischen erweitert worden, sodass nicht mehr nur Grundschulen, sondern auch Kindertagesstätten sowie inklusive Angebote in Kindertagesstätten und Schulen einbezogen werden können. Damit geht es nicht um eine folkloristische Vereinsidee mit netter Überschrift, sondern um ein handfestes Sicherheits- und Teilhabethema, das viele Familien unmittelbar betrifft. Der Verband engagierte Zivilgesellschaft in Nordrhein-Westfalen e. V. hat das Online-Voting für den Publikumspreis am 26.02.2026 gestartet; die Abstimmung läuft bis zum 17.03.2026, 23:59 Uhr. Abstimmen dürfen natürliche Personen mit gültiger E-Mail-Adresse. Pro Person können bis zu drei verschiedene Projekte ausgewählt werden, allerdings nur einmal je Projekt. Wer das Herner Projekt unterstützen will, findet die Abstimmung auf der Seite des VEZ Ehrenamtspreises NRW. Zugleich zeigt schon der Rahmen des Wettbewerbs, dass die Nominierung beachtlich ist: Der Veranstalter verweist auf insgesamt 256 Einreichungen aus Nordrhein-Westfalen. Die Mondritterschaft bewegt sich damit nicht in irgendeiner lokalen Nische, sondern in einem landesweiten Feld bürgerschaftlichen Engagements. Das allein ist noch kein Qualitätssiegel, aber es ist ein klarer Hinweis darauf, dass das Projekt über die eigene Stadtgrenze hinaus wahrgenommen wird.

Warum das Projekt in Herne mehr ist als bloß ein sympathischer Vereinsaufruf

Der eigentliche Wert dieses Projekts liegt in seiner praktischen Konstruktion. Nach den übermittelten Angaben finanziert die Mondritterschaft die Schwimmförderung über eine Kronkorken-Sammelaktion, deren Erlöse in konkrete Angebote für Kinder fließen. Das ist deshalb bemerkenswert, weil hier ökologische Wiederverwertung, ehrenamtliche Organisation und unmittelbare Kinderförderung miteinander verbunden werden. Unterstützer:innen sammeln Wertstoffe, die Logistik wird ehrenamtlich getragen, fachliche Partner:innen unterstützen die praktische Umsetzung. Gerade diese Verbindung aus Bodenhaftung und Wirkung macht das Vorhaben überzeugend. Denn beim Thema Schwimmen geht es nicht um ein dekoratives Freizeitabzeichen, sondern um eine elementare Fähigkeit mit Sicherheitsbezug. Wer das Seepferdchen nur als niedliches Symbol betrachtet, unterschätzt die gesellschaftliche Dimension erheblich. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft weist auf Grundlage einer repräsentativen forsa-Erhebung darauf hin, dass sich der Anteil der Grundschulkinder, die nicht schwimmen können, von 10 % im Jahr 2017 auf 20 % im Jahr 2022 verdoppelt hat. Das ist keine Nebeninformation, sondern der sachliche Kern, der Projekte wie dieses überhaupt erst zwingend macht. Wenn Kinder Wasser nicht sicher einschätzen können, steigen Risiken, Ängste und Ausschlüsse zugleich. Schwimmfähigkeit bedeutet Schutz, Selbstvertrauen und soziale Teilhabe. Dass ein rein ehrenamtlich geprägter Verein an dieser Stelle konkret handelt, während an anderer Stelle oft lange über Zuständigkeiten, Förderkulissen und Konzepte gesprochen wird, ist nüchtern betrachtet ein starkes Argument für die öffentliche Unterstützung. Wer sich zusätzlich über die allgemeinen Hintergründe der Debatte informieren möchte, findet eine aktuelle Einordnung etwa im Bericht der ZEIT, in dem die Problemlage ebenfalls aufgegriffen wird.“

Hier klicken, um zur kompletten Meldung auf sonntagsnachrichten.news zu gelangen.